Rathaus: Der Fürstensaal


Westlich des 1244 genannten „Neumarkts“ lag die Keimzelle des Lüneburger Rathauses, das zu den ausgedehntesten Rathauskomplexen Deutschlands gehört. Ein Gewandhaus ist für das Jahr 1302 überliefert. In den Jahren 1320/1330 werden die Ratsweinkeller und das „novum consistorium“, die Gerichtslaube, genannt. Am heutigen Ochsenmarkt lag die Ratskapelle zum Heiligen Geist. Im späten 14. Jahrhundert erfolgten weitere Neubauten zum Markt hin. Diese Seite wurde mit einer Schildwand mit fünf Türmen versehen. Über dem Gewandhaus und der Kanzlei entstand das Tanzhaus, der Fürstensaal. 1482 war der Bau des Kämmereigebäudes am Marienplatz vollendet. Die Bürgermeisterkörkammer und das Alte Archiv westlich der Gerichtslaube wurden errichtet. Das „neue Rathaus“ mit der Großen Ratsstube entstand in den Jahren 1564-67. Spätestens 1607 war die Umgestaltung der gotischen Marktfassade im Stil der Renaissance abgeschlossen. Huldigungssaal und Traubensaal am Ochsenmarkt entstanden Anfang des 18. Jahrhunderts. 1720 war nach akuten baulichen Problemen die Neugestaltung der Marktfassade abgeschlossen.

Maßnahmen: Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat in den Jahren von 1999 bis 2002 die Restaurierung von Gemälden, Malereien und Holzarbeiten im Fürstensaal, dem Niedergericht, der Rathausdiele, der Gerichtslaube und der Alten Kanzlei sowie einige Maurerarbeiten gefördert.